Aristolochia clematitis Linné, 1758 - Gewöhnliche Osterluzei

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Aristolochia clematitis Linné, 1758 - Gewöhnliche Osterluzei

Aristolochia, die schlangenwidrige. Diese Pflanze hat eine lange Karriere als Heilpflanze hinter sich. Ihre erste Erwähnung findet man in Ägypten als Mittel gegen Schlangenbiss.


Schutzstatus

Keiner in Kroatien, in D geschützt.


Systematik

  • Ordnung: Piperales
  • Familie: Aristolochiaceae
  • Unterfamilie: Aristolochioideae
  • Gattung: Aristolochia


Trivialnamen

  • Deutsch: Gewöhnliche Osterluzei, Wolfskraut
  • Kroatisch: žuta vučja stopa - und noch sehr viele andere Namen
  • Englisch: Birthwort

Wissenschaftlicher Name

Aristolochia clematitis Linné, 1758


In Kroatien gibt es eine endemische Art Aristolochia croatica Horvatić.


Bilder


Morphologie

Krautige Pflanze, die durch ihr Zickzack-Wachstum bedingt klettern kann. Meistens aber kriechend bis aufrecht. Internodien instabil. Blätter herzförmig und gestielt.

Gelbe Blüten mit langer, gebogener Röhre. Diese verbreiten einen leicht fauligen Geruch und locken Fliegen an, die in die Röhre rutschen und den Pollen aufnehmen. Die Blüte besitzt innen Haare, die die Fliegen an der Flucht hindern. So bedecken sie ihren gesamten Körper mit Pollen und werden dann von der Blüte wieder frei gelassen.

Die Frucht ist dunkel und vielsamig.

Größe

Höhe: bis 1 m


Blütezeit

April bis Juni


Lebensraum

Sie liebt warme Standorte, in Mitteleuropa findet man sie deshalb in Weinbergen.


Geografische Verbreitung

Ursprünglich rein mediterran, hat sich diese Pflanze immer weiter in den Norden vorgekämpft.

Nutzung durch den Menschen

Sie ist eine der ältesten Heilpflanzen und wurde in allen Ländern der Erde verwendet. Sie wurde eingesetzt bei Unfruchtbarkeit, Tachykardien, Menstruationsbeschwerden und vielen anderen Krankheiten.


Giftigkeit

Aristolochia ist giftig, die Aristolochiasäure kann die Nieren schädigen. Aus diesem Grund sind homöopathische Mittel, die sie enthalten, nicht mehr zugelassen.

2007 wurde sie als Auslöser der Balkan-Nephropathie entlarvt.


Ökologie

Die Raupe des Osterluzeifalters ernährt sich von der Pflanze. Er ist gegen das Gift immun und baut es als Abwehr gegen Fressfeinde ein.




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