Dobrinj
Allgemeines über Dobrinj
| Gemeinde | Dobrinj |
| Ortsteil | |
| Postleitzahl | 51514 |
| Telefonvorwahl | 00385 (0)51 |
| Einwohner | 1970 (2001) |
Bei der letzten Volkszählung im Jahre 2001 hatte die Gemeinde Dobrinj 1.970 Einwohner.
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Lage von Dobrinj
Der Kern der Gemeinde Dobrinj liegt im Nordwesten der Insel Krk und die Gesamtgemeinde hat eine Fläche von 55,05 km². In ihr leben lt. Volkszählung von 2001 1.970 gemeldete Einwohner. Es gibt 1.076 Wohnungen/Häuser, die ständig bewohnt sind, und zusätzlich 1.303 Objekte, die als Ferienwohnungen/häuser genutzt werden.
Neben dem Hauptort gibt es noch die 21 folgenden Dörfer: Čižići, Dolovo, Gabonjin, Gostinjac, Gornja und Donja Hlapa, Klanice, Klimno, Kras, Meline, Polje, Rasopasno, Rudine, Soline, Sužan,Sveti Ivan, Sveti Vid, Šilo, Tribulje, Žestilac und Županje.
Geschichte von Dobrinj
Allgemeine Geschichte von Dobrinj
Es kann keinen Zweifel geben, dass die Gemeinde Dobrinj zu den ältesten Gemeinden im heutigen Kroatien gehört. Archäologische Funde beweisen, dass schon die Illyrer an diesem Platz gesiedelt haben. Wie in anderen Teilen von Kroatien auch, haben sich im 6.-7. Jahrhundert n.Chr. die slawischen Kroaten auf der Insel und damit auch in diesem Gebiet angesiedelt.
Durch die Landnahme der Republik von Venedig an der Mittelmeerküste und den vorgelagerten Inseln ab dem Jahre 1000, stand die ganze Insel Krk, und damit auch diese Gemeinde, die damals den Status einer Stadt hatte, unter der Herrschaft von Venedig, welche bis zum Frieden von Campo Formio am 17.10.1797 dauern sollte.
Die älteste und erste Urkunde über den Ort stammt vom 01.01.1100. An diesem Tag ist die St. Vitus Kapelle geweiht worden, die von dem einheimischen Großgrundbesitzer Dragoslav gestiftet wurde. In der Stiftungsurkunde wird zum ersten Mal der Name Dobrinj erwähnt, denn in ihr heißt es „pred Dobrinjem“. Wer genau Dragoslav war, ist bis heute nicht geklärt. Ob er diese Stiftung mit Erlaubnis der Venezianer vorgenommen hat, muß bezweifelt werden. Man kann davon ausgehen, daß dieser Dragoslav zu einer Familie gehörte, die in Konkurrenz zu der späteren Familie der Frankopanen stand, die ab dem Jahre 1118 mit Genehmigung der Venezianer die Macht auf der Insel übernommen hat.
Die Schenkungsurkunde, die in altkroatischer/glagolischer Schrift verfaßt worden ist, ist das älteste Dokument, welches auf Dobrinj hinweist. Aus ihr geht hervor, dass die alten Begriffe komun (Stadt), pisar od komune (Stadtschreiber), crkva sv. Stipana (Kirche Sv. Stephan) und plovan (Pfarrer) benutzt worden sind. Daraus kann man schließen, daß die Stadt zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hat.
Sie war als Kastell und Festung ausgelegt, kam jedoch ohne Festungsmauern aus, da sie auf einem Hügel 200 Meter über dem Meer errichtet wurde, und aus Richtung Meer nur durch einen steilen Anstieg zu erobern war. Nur durch eine äußere Häuserreihe konnten anrückende Feinde, die über das Meer und insbesondere aus der Bucht von Soline gekommen sind, abgewehrt werden.
Zu der Stadt gehörten damals schon die Dörfer Klimno (San Clemente), Soline (Saline), Sužan (Suxana) Tribulje (Tribuglie) und die anderen bereits genannten Dörfer.
Durch die Machtübernahme der Fürsten Frankopan kam die Stadt Dobrinj unter deren Einfluß. Da diese aber in weiterer Abhängigkeit von Venedig standen, waren sie nicht die Alleinherrscher über die Insel Krk und die Stadt Dobrinj. Durch die geschickte Politik der Frankopanen, ist es neben der Verbindung zur Republik Venedig auch zu guten Verbindungen zu dem Königreich der Kroaten, Dalmatiner und Slawonen gekommen. Dieses Königreich stand unter der Herrschaft der awarischen (ungarischen) Könige. Die Fürsten von Krk konnten mit Genehmigung der awarischen Könige ihr Fürstentum auf das gegenüberliegende Festland ausdehnen. Trotzdem blieb die Insel, und damit die Stadt Dobrinj, weiterhin unter der Oberherrschaft der Republik Venedig.
Auf dem Festland war es in der Zwischenzeit zu unzähligen Angriffen der Osmanen (Türken) gekommen. Wegen dieser Angriffe sind viele Menschen vor den Osmanen geflüchtet und die Fürsten Frankopan haben Flüchtlinge von dort in den von ihnen verwalteten Gebieten angesiedelt. Mit Genehmigung von Venedig wurden viele Flüchtlinge, meist orthodoxen Glaubens, auch auf dem Gebiet der Stadt Dobrinj angesiedelt. Man bezeichnet diese Bevölkerungsgruppe bis in die heutige Zeit als „Vlachen“. Ob es sich um orthodoxe Gläubige aus der Wallachei handelte, oder ob man alle Menschen, die diesen Glauben hatten, so bezeichnete, ist bis jetzt nicht geklärt worden.
Die Herrschaft der Venezianer setzte sich in der Stadt Dobrinj auch fort, als die ungarische Königsdynastie untergegangen war, und Kaiser Ferdinand I. aus dem Hause Habsburg im Jahre 1527 König von Kroatien, Dalmatien und Slawonien geworden ist. Auch in dieser Phase gehörte die Stadt zu Venedig.
Ab dem Jahre 1570 wurde die Stadt ständig von Uskoken, die in dem nahe gelegenen Senj beheimatet waren, angegriffen. Sie kamen vom Festland und wollten die ganze Insel den Venezianern entreißen. Selbst ein Vermittlungsversuch des Krker Bischofs Peter Bemb scheiterte. Es kehrte erst wieder eine richtige Ruhe ein, als es im Jahr 1612 zu einem Krieg zwischen Österreich und der Republik Venedig kam. Bei den Friedensverhandlungen mussten die Österreicher versprechen, dass die Schiffe der Uskoken verbrannt werden. Außerdem mussten sie Senj verlassen und sind ins Landesinnere deportiert worden. Vorher hatten die Uskoken aber noch furchtbar in Dobrinj gewütet. Während Fastenzeit des Jahres 1616 haben sie die Stadt noch einmal überfallen. Sie raubten Güter und steckten einige Häuser in Brand. Selbst der Pastor Mate Repčić wurde nicht verschont und man hat ihm das Geburtsregister verbrannt. Ein Jahr später sind die Uskoken wieder in das Gebiet der Stadt Dobrinj eingedrungen und haben die Kapelle des heiligen Peter in dem zu Dobrinj gehörenden Dorf Čižići geschändet. Darüber hinaus haben sie aus den Kirchen in Polje und Sv.Vid sakrale Gegenstände gestohlen. Einige dieser Gegenstände sind jedoch nach Friedenschluss von Senj wieder zurück nach Dobrinj gebracht worden. Die Kapelle Sv. Peter war aber entweiht, und Teile von ihr sind dazu benutzt worden, die Kirchen in Klimno und Soline zu renovieren.
Aus Aufzeichnungen kann man die damalige Bevölkerungsentwicklung sehr gut erkennen. So hatte die Stadt Dobrinj im Jahre 1579 nur 750, im Jahr 1603 insgesamt 950, im Jahr 1630 insgesamt 1.000, und im Jahr 1688 insgesamt nur noch 670 Einwohner. Bis zum Jahr 1780 hat sich deren Zahl aber wieder auf 1.416 erhöht.
Die weitere Verwaltung von Dobrinj durch die Venezianer war trotzdem gesichert. Aus alten Urkunden kann man erkennen, daß sie 1659 z.B. für die Stadt Dobrinj einen Mihovil Gržetić zum Richter (Honorando Giudice di Castello Dobrigno) und einen Matej Gržetić zum Richter für die Dörfer Sužana, Šugara und Solina (Honorando Giudice di Susana, Sugari et Saline) ernannt haben
Die Situation änderte sich erst, als am 30.04.1671 der Frankopanenfürst Franjo II. Frankopan, auf Anordnung des österreichischen Kaisers, in Wiener-Neustadt hingerichtet wurde. Die Venezianer verwalteten ab diesem Zeitpunkt die Insel Krk, und damit auch die Stadt Dobrinj, selbst und direkt.
Im Laufe der folgenden Jahre ist die Zahl der Einwohner wieder gestiegen, und 1726 bewohnten bereits wieder 1.726 Menschen die Stadt.
In Folge des österreichisch/französischen Krieges ist die Republik Venedig untergegangen und durch den Frieden vom Campo Formio vom 17.10.1797 wurde die Insel Krk, und damit auch die Stadt Dobrinj, dem österreichischen Kaiserreich zugeschlagen. Diese Herrschaft dauerte aber nur neun Jahre, denn ab 1806 stand die Stadt unter der Herrschaft der Franzosen und deren illyrischer Provinz. Damit konnte sich das österreichische Kaiserhaus nicht abfinden, und hat im Mai 1809 die gesamte Insel über die Bucht von Soline, die zur Stadt Dobrinj gehörte, wieder zurück erobert. Jedoch im Dezember des gleichen Jahres sind die Österreicher von den Franzosen wieder vertrieben worden.
Die Herrschaft der Franzosen in Dobrinj dauert bis 1813. Danach fällt die französich-illyrische Provinz wieder an Österreich zurück. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Österreicher die Insel Krk und die Stadt Dobrinj nicht mit dem Königreich der Kroaten und Slavonen verbunden haben, sondern ein eigenes Kronland und Dobrinj gehörte wie die ganze Insel Krk zum österreichischen Küstenland, welches direkt und unmittelbar von Wien aus regiert wurde (vergl.Geschichte der Stadt Krk). Dadurch waren das Gebiet und die Stadt weiterhin dem Einflussbereich des kroatisch-slavonischen Sabors (Landesparlament) in Zagreb entzogen. Und gründlich, wie die Österreicher nun einmal waren, gaben sie der Stadt einen neuen Namen, sie hieß zu dieser Zeit Dobrauen. Der alte Name Dobrinj wurde erst wieder eingeführt, als sich nach 1918 die Österreicher aus ganz Kroatien zurückziehen mussten.
Mitte des 19. Jahrhunderts kam es auf dem Gebiet der Stadt zu mehreren fürchterlichen Epidemien. Nicht wenige von den damals 2.583 Einwohnern sind durch die Malaria, die Pest und durch die Cholera ums Leben gekommen. Im Jahre 1855 starben alleine 25 Personen innerhalb eines Monats.
Aufgrund der ganzen Gegebenheiten und wegen der schlechten Lebensbedingungen sind Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhundert viele Einwohner von Dobrinj nach Nord- und Südamerika ausgewandert. Es machte sich im Dorf der Spruch breit: In Amerika leben mehr Menschen aus Dobrinj als in Dobrinj selbst.
Die weitere geschichtliche Entwicklung ist, wie vorher auch, eng mit der Entwicklung der Insel Krk verbunden. Weil sie Jahrhunderte zu Venedig gehört hatte, machten die Italiener auch später immer wieder Gebietsansprüche geltend. Eine besondere Tragödie hat sich im II. Weltkrieg in der Stadt Dobrinj ereignet. Nachdem die Italiener kapituliert hatten, sind deutsche SS-Truppen auf die Insel und nach Dobrinj gekommen. Sie haben gegen Kriegsende im Jahre 1944 einheimische Zivilisten in den Kirchturm von Dobrinj eingesperrt und diesen dann in die Luft gesprengt. Dabei sind mehrere Personen zu Tode gekommen. Eine Gedenktafel erinnert heute an dieses fürchterliche Geschehen. Der gegenwärtige Kirchturm ist im Jahr 1951 wieder aufgebaut worden.
Mit einem Gesetz vom 23.1.1997 hat das Parlament (Sabor) der Republik Kroatien festgelegt, dass Dobrinj den Status einer Gemeinde hat.
Weil die Geschichte der Gemeinde Dobrinj, eng mit der Geschichte der Stadt Krk verbunden ist, ist zu empfehlen, sich diesen Artikel ebenfalls anzuschauen: http://www.kroatien-lexikon.de/index.php/Krk_Stadt#Geschichte_von_Krk
Bekannte Persönlichkeiten aus Dobrinj
Auf dem Gebiet der Gemeinde Dobrinj sind einige Personen geboren, die im öffentlichen Leben in Kroatien eine bedeutende Rolle spielten.
Der erste Akademiker, der auf der Insel Krk geboren wurde, war der aus dem Dorf Polje stammende Dr. Ivan Crnčić (1830-1897). Er hat sich Ansehen erworben, weil er die alte kroatische glagolische Schrift studiert und bekannt gemacht hat. Bei der Entdeckung der Tafel von Baška hat er eine bedeutende Rolle gespielt. Er war jedoch nicht nur Akademiker, sondern auch Pfarrer, Sekretär des Bichofs von Krk, Kanoniker und schließlich Rektor des römischen Instituts des "Heiligen Jeromias", wo er Vorlesungen in Slawistik, Philosophie und Geschichte abgehalten hat.
Weniger bekannt, aber trotzdem wichtig, ist der Pfarrer Ivan Uravić (1662-1732), den man als einen der ersten Schriftsteller auf der Insel Krk bezeichnen kann.
Auch der Pfarrer und Philosoph Antun Kirinčić (1815-1893), der aus dem zur Gemeinde gehörenden Dorf Gostinjac stammt, zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten. Dieser hat im Jahre 1841 die erste private Volksschule in Dobrinj eröffnet (s.o.), die jedoch bereits ein Jahr später eine öffentliche Volksschule wurde.
Ein weiterer Pfarrer aus dem Gebiet von Dobrinj, und zwar aus dem Dorf Kras, hat ebenfalls große Spuren hinterlassen. Josip Gržetic (1837-1896) war auch Autor verschiedener Romane und Gedichte. Die Lebensart des Volkes war eines der Haupthemen seiner Werke.
Hier eine Auswahl bekannter Persönlichkeiten, die aus dem Gebiet der Gemeinde Dobrinj stammen: Prof. Ive Jelenović (1898-1981), Slawist, Philologe, Dialektforscher und Ethnologe, Prof. Snježanja Marček, geb. Strčić (1963-2001), deren Vater aus Kras stammte und die am Institut für kroatische Sprache und Linguistik ihre Magisterarbeit über den Redetyp der Sprache von Dobrinj schreiben wollte, Dr. Nikola Ljudevit Španjol (1897-1970) war Klostermönch, Philosoph und hat die Grabstelle des kroatischen Lyrikers Ivan Gundilić gefunden, Vinko Fugošić (1916-2003) war akademischer Maler, Kunsthistoriker, Restaurator und Reiseschriftsteller, Prof. Dinko Sučić (1896-1981) war ein bekannter Arzt und forschte auf dem Gebiet der Medizin).
Autor: Soline
Sehenswertes in Dobrinj
So klein der Ort auch ist, ist er doch reich an Sehenswürdigkeiten. Die Frage ist, welche soll man zuerst und in welcher Reihenfolge nennen.
Zunächst sollte man den Ort als Ganzes betrachten, wie er sich an dem 200 m hohen Hügel anschmiegt. Wenn man alles sehen will, ist es wichtig, dass man sich Zeit nimmt. Vom Parkplatz kommend, wo man sein Fahrzeug abstellen sollte (in der Saison muß), gelangt man zu Fuß in eine Welt von außergewöhnlicher Schönheit. Durch Renovierungsarbeiten ist hier in den letzten Jahren sehr viel verbessert worden.
Gehen Sie mit mir durch den Ort, und ich zeige Ihnen gerne seine Sehenswürdigkeiten. Den Ortskern kann man durch zwei Straßen erreichen. Wir stellen unser Fahrzeug auf dem Parkplatz ab und gehen auf der schön renovierten und asphaltierten Straße ins "Zentrum". Auf dem Weg nach dort sehen wir auf der rechten Seite ein Haus, in dem man ganz besonderen Salbeihonig kaufen kann. Manche Leute, die Dobrinj schon von früher kennen, kommen nur nach Dobrinj, um diesen Honig zu kaufen. Wir erkennen auch gleich, dass es sowohl noch viele alte als auch neue und renovierte Häuser gibt. Schön ist, dass die meisten der neuen Häuser dem alten Baustil angepasst worden sind. Nach wenigen Metern ist links das Rathaus und rechts ein Museum zu sehen. Dann sind wir aber auch schon im Zentrum auf dem Hauptplatz. Hier empfängt uns die ganz besondere Atmosphäre dieses schönen Platzes. Wegen des "langen Fußmarsches" setzen wir uns erst einmal auf die Terrasse des Restaurants "Zora" und lassen den ersten Eindruck auf uns wirken. Wir sehen links das Rathaus, ein besonderes Gebäude, da es schmal in die Höhe gebaut worden ist. Dann sehen wir die andere Strasse, die oben vom Friedhof ins Zentrum führt. Unterhalb davon ist ein Brunnen, der erst in den letzten Jahren gebaut wurde. Oberhalb davon sehen wir eines der schönsten Häuser von Dobrinj. Es ist in den letzten Jahren im alten Stil restauriert worden. Dieses und das dahinter liegende Haus wurde von der Infeld-Stiftung aus Wien gekauft und in ihnen finden jedes Jahr Kunstausstellungen statt, bei denen Bilder von international und weltweit bekannten Künstlern ausgestellt werden. Daneben finden wir die Kirche Sv. Anton, die nicht mehr zu Gottesdiensten genutzt wird, sondern in der jetzt ebenfalls Kunstausstellungen stattfinden. Daneben ist das Pfarrhaus von Dobrinj. Hier hat der jeweilige Pfarrer seine Wohnung und in ihm befindet sich auch ein Museum mit einer sakralen Sammlung. Dort werden Gegenstände ausgestellt, die vorher in Kirchen und Kapellen ausgestellt worden sind. Etwas weiter rechts ist ein kleiner alter Park zu sehen, der den französischen Namen "Jardin" trägt, weil er wahrscheinlich während der französischen Besatzungszeit angelegt worden ist. Natürlich ist der alte Kirchturm nicht zu übersehen, der im Jahre 1720 von dem Meister Pilepić etwas abseits von der Kirche gebaut worden ist. Mit einer Höhe von 36 Metern überragt er den ganzen Ort und kann als Wahrzeichen angesehen werden. Weiter rechts, dort wo jetzt die Post ist, befindet sich ein Gebäude, welches in der kommunistischen Zeit gebaut und als Gemeindehaus genutzt worden ist. In diesem Zusammenhang ist aber auch noch auf die riesigen alten Kastanienbäume hinzuweisen, die dem ganzen Platz einen besonderen Reiz geben, und die im Sommer sehr schön Schatten spenden.
Wenn wir uns ausgeruht haben, gehen wir rechts an der Post vorbei die Straße entlang. Doch vorher schauen wir uns noch das Schulgebäude an, in dem schon ab dem Jahre 1841 von dem Pfarrer und Schriftsteller Antun Kirinčić eine private Volksschule betrieben worden ist. Sie wurde jedoch bereits nach kurzer Zeit in eine öffentliche Schule umgewandelt. Durch den Bau einer neuen Schule außerhalb des Ortes, in Sv.Vid, findet seit Januar 2006 hier kein Schulbetrieb mehr statt. Nach ca. 30 m erreichen wir nun ein Privathaus, dessen Besitzer gegen ein Trinkgeld bereit ist, uns seine Ausstellung an alten Gebrauchsgegenständen zu zeigen. Dieser ältere Herr hat mit viel Liebe alte Gegenstände gesammelt, die er jedem Besucher gerne zeigt.
Nachdem wir uns die Ausstellungn angesehen haben, gehen weiter wir zur Gemeindekirche "Crkva Sv. Stjepana Prvomučenika", die dem heiligen Stephan geweiht ist. Erste Teile dieser Kirche sind schon im Jahre 1100 gebaut worden (siehe Geschichte von Dobrinj). Eine Erweiterung, bei der Elemente der Spätgotik und des Barocks eingeflossen sind, ist im Jahre 1510 erfolgt. Durch die Meister Vlahović und Bogdanić kam ab dem Jahr 1602 ein weiterer Ausbau hinzu, der 1609 fertig gestellt wurde. Die damals nur einschiffige Kirche ist dann im 18. Jahrhundert zu einer dreischiffigen umgebaut worden, indem man zwei Seitenkapellen mit ihr zusammengefügt hat. Im Jahr 1902 ist die Kirche im Auftrag des Pfarrers Ivan Trinajstić noch einmal vergrößert und total renoviert worden. Der hölzerne Altar wurde durch einen Altar aus Marmor ersetzt. Die neue Kirche ist dann am 17.10.1903 von dem Bischof Anton Mahnić noch einmal gesegnet worden. Der Innenraum der Kirche ist reich verziert und enthält viele kunstvolle Gegenstände aus Silber und Gold, wie z.B. einen silbernen Reliquienschrein der heil. Ursula. Die komplette Kirche ist im Jahre 1974 zum Kulturdenkmal ernannt worden. Nachdem wir sie verlassen haben, werfen wir noch einen kurzen Blick in die Umgebung und gehen dann wieder zum Hauptplatz zurück
Nun halten wir uns rechts und gehen an der Post vorbei in Richtung Kirchturm. Dabei kommen wir an einem alten Steinrelief vorbei, und wenn nicht bereits eine Erklärung zur Bedeutung dieses Relief angebracht wäre, wüsste wohl kein Fremder, worum es sich handelt, nämlich um ein öffentliches Hohlmaß, in dem im Mittelalter die Steuerabgaben in Form von Getreide abgemessen worden sind. An dieser Stelle ist auch ein Wandrelief bemerkenswert, welches das Meer und die Möwen darstellt.
Nach einigen Schritten erreichen wir beim Kirchturm eine Art Plattform, von der man eine wunderbare und überwältigende Aussicht hat. Ängstliche sollten nicht zu nahe an die Mauerbrüstung treten, denn dahinter geht es sehr steil ins Tal hinab. In der Ferne sieht man die Insel Cres, hinüber auf das Festland von Istrien, den Ucka, die Städte Lovran, Opatija, Rijeka, Kostrena und Kraljevica. Auf der Insel selbst kann man sehr schön den Flugplatz von Rijeka erkennen. Aber man sollte seinen Blick nicht nur in die Ferne schweifen lassen. Etwas näher kann man die Bucht von Soline und die dazu gehörenden Dörfer sehr schön erkennen. Auch kann man die riesigen Wälder der Insel Krk bestaunen. Die beste Sicht hat man meist nach einem Regen oder bei Bura, einem starken Wind, der einem dort ganz schön um die Ohren pfeifen kann. Bevor wir die Stelle wieder verlassen, können wir noch sehr schön erkennen, wie ein Teil der Häuser von Dobrinj an den Berg „geklebt“ worden sind.
Nun gehen wir durch den schon erwähnten Park „Jardin“. Hier ist eine Gedenktafel angebracht, die an die getöteten Zivilisten erinnert, die an dieser Stelle 1944 von deutschen SS-Truppen ermordet wurden. Weiter geht es am Pfarrhaus vorbei und wir können von hier oben einen Blick auf den Hauptplatz werfen Aber man könnte auch rasten, denn hier stehen Ruhebänke, von denen aus man sehr schön das Leben und Treiben auf dem Platz beobachten kann.
Links an der Kirche Sv. Anton vorbei, gehen wir nun zum Brunnen, und dann weiter am Rathaus vorbei zurück zu der Straße, auf der wir bereits gekommen sind. Hier können wir noch das Heimatmuseum besichtigen. Schaut man sich die dort ausgestellten Sachen an, kann man sich leicht in die frühere Zeit zurück versetzen und sehen, mit welchen Gegenständen die Menschen von Dobrinj damals auskommen mussten.
Nach dem Museumsbesuch gehen wir die Straße, die wir gekommen sind, wieder zurück zum Parkplatz, wo unserer Auto steht, und wir haben die größten Sehenswürdigkeiten dieser Ortschaft gesehen. Wer will, kann dann noch den Friedhof von Dobrinj besichtigen, auf dem sehr alte Gräber vorzufinden sind.
Ganz allgemein muss darauf hingewiesen werden, dass es auf dem Gebiet der Gemeinde Dobrinj insgesamt 33 Kirchen und Kapellen gibt. Jedes einzelne dieser Bauwerke ist für sich sehenswert, vermitteln sie doch einen tiefen Einblick in die Geschichte der Gegend, die von großer Gläubigkeit geprägt ist.
Ausflüge in die Umgebung von Dobrinj
Das am nächsten gelegene Ausflugsziel ist die Höhle Biserujka in Rudine. Man fährt ab dem Parkplatz in Dobrinj in Richtung Šilo. Nachdem man das Dorf Sv. Vid passiert hat, kommt man zu einer großen Kreuzung. Hier muss man links in Richtung Klimno fahren. Sobald das Dorf Soline erreicht ist, geht es links ab, immer am Strand der Bucht von Soline entlang, bis man am Ende dieses Strandes rechts nach Čižići abbiegt. Am Ortseingang fährt man am Hafen entlang in Richtung Rudine und kommt zu der Höhle. Es sind ausreichende Parkplätze vorhanden, so daß man ohne Probleme eine Besichtigung vornehmen kann.
An der Strasse von Krk nach Baška wird, kurz bevor man nach Punat abbiegt, eine Wasserskianlage betrieben. Gerade für Gäste mit Kindern oder Jugendlichen lohnt sich ein Ausflug dort hin. Die notwendige Ausrüstung kann man sich an Ort und Stelle ausleihen. Weitere Auskünfte sind unter der Tel.Nr.: 00385-91-2727302 erhältlich. (Preise für die Anlage: 1 Stunde 100,00 Kuna, 2 Stunden 130 Kuna, 1 Tag 210,00 Kuna)
Weitere schöne Ausflugsziele findet man auf der ganzen Insel Krk und auf dem Festland.
Anreisetipps nach Dobrinj
Es gibt verschiedene Anreisemöglichkeit in den Ortskern von Dobrinj, die hier beschrieben werden.
Die einfachste Anreise erfolgt mit einem Kraftfahrzeug. Nach überqueren der Krker Brücke folgt man der Hauptstraße in Richtung auf die Stadt Krk. Nach ca. 10 km gelangt man an eine größere Straßenkreuzung, an der man rechts nach Malinska und geradeaus zur Stadt Krk kommt. Diese Kreuzung ist sehr gut ausgeschildert. Man fährt links in Richtung Dobrinj und bleibt immer auf dieser Staße. Nach dem passieren der Dörfer Gabonjin und Kras erreicht man nach wenigen Kilometern den Ortskern von Dobrinj. Es muss aber darauf geachtet werden, daß man in der Saison nicht mit dem Kraftfahrzeug in den Ort hinein fahren darf. Stellen Sie also Ihr Fahrzeug auf dem vorhandenen Parkplatz ab und Sie sind nach ein paar Schritten auf dem Hauptplatz des Ortes.
Eine Anreise mit dem Flugzeug ist ebenfalls möglich. In der Saison gibt es von verschiedenen Flughäfen in Deutschland Billigflüge der Tuifly nach Rijeka. Der Flughafen von Rijeka ist auf der Insel Krk. Transfermöglichkeiten bestehen entweder mit einem Leihwagen oder einem Taxi. Wichtig ist, daß keine Linienbusse nach Dobrinj fahren. Wollen Sie als Feriengast nach Dobrinj gelangen, können Sie selbstverständlich auch Ihren Vermieter fragen, ob er Sie am Flugplatz abholt und wieder nach dort bringt.
Eine Anreisemöglichkeit mit der Eisenbahn oder dem Bus besteht ebenfalls. Vom Busbahnhof der Autotrans (Zabica) in Rijeka verkehren fast stündlich Linienbusse in Richtung Krk. Wählen Sie am besten Malinska als Fahrtziel und lassen Sie sich dort von Ihrem Vermieter abholen. In Malinska stehen auch Taxis zur Verfügung, mit denen man sich nach Dobrinj bringen lassen kann.
In jedem Fall sollte man, wenn man nicht mit dem eigenen Fahrzeug anreist beachten, dass man in einem solchen Fall sehr an den Ort gebunden ist, es sei denn, man mietet ein Fahrzeug.
Restaurants in Dobrinj
Hotels, Apartments, Pensionen in Dobrinj
Ein Hotel und eine Pension gibt es in Dobrinj selbst nicht (siehe andere Dörfer die zu der Gemeinde gehören). Einzelne Ferienwohnungen und Apartments werden aber von Privatleuten vermietet.
Campingplätze in Dobrinj
Veranstaltungen in Dobrinj
Die wichtigste Veranstaltung findet jedes Jahr am 3. August in Dobrinj statt. Dann wird auf dem Hauptplatz das Fest des heiligen Stephans (Stipanja) gefeiert. Bei dieser Feier, die manchmal bis in den frühen Morgen des nächsten gefeiert wird, werden die alten und besonderen Tänze, Trachten und Musikinstrumente aus Dobrinj vorgeführt. Jeder Bürger, der in Dobrinj geboren ist, mag er auch im Ausland leben, versucht, an diesem Fest teilzunehmen da es eine große traditionelle Bedeutung besitzt.
In den beiden Häusern der Infeld-Stiftung aus Wien und in der Kirche Sv. Anton finden alljährlich im Sommer große Bilderausstellungen statt. In den letzten Jahren sind hier Bilder von Warhol, Hundertwasser und anderen weltbekannten Künstlern ausgestellt worden. Dadurch kommt auch jedes Jahr ein internationales Publikum nach Dobrinj. Anbläßlich der Eröffnung der Ausstellung findet jedes Jahr auf dem Hauptplatz ein großes Fest statt.
Baden in Dobrinj
Weil der Ortskern der Gemeinde Dobrinj auf einem 200 m hohen Hügel liegt, gibt es hier keine Möglichkeit zum baden. Aber in den nicht weit entfernten und zur Gemeinde gehörenden Dörfern Šilo, Klimno, Soline, Čižići und Rudine gibt es sehr viele schöne Badeplätze (siehe dort).
Medizinische Versorgung / Apotheken in Dobrinj
In Dobrinj gibt es eine allgemeinmedizinische Ambulanz.
DOM ZDRAVLJA PRIMORSKO GORANSKE ŽUPANIJE Dobrinj 103 51514 Dobrinj Tel.: 051-848206
Dr. Vanda Kopajtić-Bažadona Ordinacija opće medicine Dobrinj 103 (051) 848 206 51514 Dobrinj Tel.: 051-848206
Einen Zahnarzt und eine Apotheke gibt es nicht, diese kann man aber in dem zur Gemeinde gehörenden Dorf Šilo finden.
Dienstleistungen in Dobrinj
- Ebenfalls im Ortskern von Dobrinj befindet sich die Gemeindeverwaltung.
- Općina Dobrinj
- Dobrinj 103
- 51514 Dobrinj
- Tel.: 051-848344, 051-848307 und 051-848140
- Es gibt auch eine Post, in der man auch Geld wechseln kann.
HP-Hrvatska Pošta d.d.
- Dobrinj 64
- 51514 Dobrinj
- Tel.: 051-848108
- Die Pfarrgemeinde befindet sich ebenfalls in Dobrinj
KATOLIČKA CRKVA-KRČKA BISKUPIJA Dobrinj
- Dobrinj 68
- 51514 Dobrinj
- Tel.: 051-848118
Eine Polizeistation gibt es in Dobrinj nicht.
Zuständiger Kontaktpolizeibeamter ist:
Boris Jakominić, Tel.: 099 5983033
Geschäfte in Dobrinj
Im Ortskern von Dobrinj kann man ein Einzelhandelsgeschäft (Straße rechts neben der Post) finden.
- TRGOVINA KRK d.d. Malinska
- Trgovina na veliko i malo i ugostiteljske usluge
- 51514 Dobrinj
- Tel.:051-848340
Freizeittipps für Dobrinj
Web-Tipps über Dobrinj
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