Erkrankungen durch die Sonne

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Allgemeines

Sonne - endlich ist der ersehnte Urlaub da und wir genießen die Tage unter der südlichen Sonne. Allerdings sind wir Mitteleuropäer diese starke Sonneneinstrahlung nicht gewöhnt. Die Folgen hat schon fast jeder zu spüren bekommen: gerötete Haut bis Sonnenbrand, im schlimmsten Fall ein Sonnenstich. Es ist auch bekannt, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt, wenn der Patient im Vorfeld häufige Sonnenbrände hatte.


Präventivmaßnahmen

Die Haut von uns Mitteleuropäern hat der intensiven Sonneneinstrahlung nichts entgegen zu setzen. Deshalb gilt die Regel: am Anfang nur kurz in die Sonne bis die Haut eine Bräunung aufweist. Leider bemerken wir den Sonnenbrand erst, wenn es bereits zu spät ist.


Was können wir tun?

  • Eincremen mit einer dem Hauttyp entsprechenden Sonnencreme. Nach jedem Bad erneut auftragen, da im Wasser die Creme abgewaschen wird. Das Sonnenlicht besteht aus Wellen unterschiedlicher Wellenlänge. Unterschieden wird UVA, UVB und UVC. UVC dringt nicht bis zur Erde vor, ist also unschädlich. UVB löst bei zu viel Bestrahlung einen Sonnenbrand aus. UVA dringt tiefer in die Haut ein. Durch dieses Licht werden die Melanophoren angeregt, Melanin zu bilden - unsere Bräune. UVA kann bei zu intensiver Bestrahlung aber Zellen zerstören und Hautkrebs auslösen. Deshalb ist es wichtig, dass beide Strahlen abgehalten werden. Früher stand auf den Flaschen: nach australischem Standard geprüft. Diese Sonnenschutzmittel sind nur gegen UVB getestet. Mittlerweile ist ein Test gegen beide Wellenlängen obligatorisch.
  • Nicht zu lange in der Sonne liegen. Auch unter einem Sonnenschirm erreicht man eine schöne Bräune.
  • In der Mittagszeit keine anstrengenden Sportarten betreiben.
  • Genügend trinken - Mineralwasser
  • Bei Wanderungen eine Kopfbedeckung tragen
  • Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen
  • Einen Lippenbalsam mit UV-Schutz verwenden


Vor allem Kinder mit ihrer empfindlichen Haut müssen gut vor der Sonne geschützt werden. Dafür gibt es mittlerweile die passende Kleidung und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor - SPF 50. Am Strand sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich Kinder unter einem Sonnenschirm aufhalten und Kleidung mit UV-Schutz tragen.

Und wenn es passiert ist

Vorab zu den Kindern, vor allem den Kleinkindern: bei Anzeichen eines Sonnenbrands ist der Gang zum Arzt unbbedingt zu empfehlen.


Die typischen Kennzeichen von Sonnenbrand sind gerötete Haut, Blasenbildung und Jucken wegen der Freisetzung von Histamin, Anschwellen und Hitzegefühl auf der Haut. Außerdem kann ein regelrechtes Krankheitsgefühl entstehen mit Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Der Betroffene muss umgehend in den Schatten gebracht werden. Kühlende, feuchte Umschläge oder Antihistamgele lindern die Beschwerden. Viel trinken und auf keinen Fall mehr in die Sonne gehen.


Die Sonnenallergie ist eine weitere Dermatose, die man sich bei Sonnenstrahlung zuziehen kann. Es gibt drei Typen, die durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden:

Die Lichtdermatose führt zu juckenden Bläschen an den betroffenen Stellen. Sie kommt vor allem bei hellhäutigen Menschen vor. Hier können Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktur präventiv helfen. Sollte es dennoch passiert sein, bitte zum Arzt gehen.


Bei der photoallergischen Reaktion reagiert der Betroffene allergisch beim Zusammentreffen von endogenen Stoffen mit der Sonne. Das sind oft Medikamente. Auch bei vielen Pflanzen kann es im Fall des Kontaktes zu einer Allergie kommen: Bärenklau. Aber auch Parfums können eine allergische Reaktion hervorrufen. Hier helfen vor allem kortisonhaltige Präparate, die rezeptfrei zu bekommen sind.


Bei der Mallorcaakne reagiert die Haut des Betroffenen allergisch auf fetthaltige Inhaltsstoffe von Kosmetika (auch Sonnenschutzmitteln), die unter dem Einfluß der Sonne unter Umständen ihre Zusammensetzung geändert haben. Auch hier ist der Arzt hilfreich.


Der Sonnenstich schließlich ist die schlimmste Erkrankung in dieser Reihe und wird durch eine zu lange Hitzebestrahlung des Kopfes und des Nackens ausgelöst. Dadurch überhitzt er und der Betroffene leidet unter einem geröteten Kopf, Schwindel, Kopfschmerzen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Der Betroffene muss sofort aus der Sonne gebracht werden. Kopf und Nacken kühlen und den Patienten so schnell wie möglich zum Arzt bringen.

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