Kroatische Wirtschaft
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Allgemeines
Kroatiens Marktwirtschaft besitzt eine überwiegend privatwirtschaftliche Struktur. Der Privatisierungsprozeß ist aber noch nicht abgeschlossen. Wesentliche Industriezweige (z.B. Schiffbau) befinden sich noch im Besitz der Privatisierungsbehörde bzw. des kroatischen Rentenversicherungsfonds.
Seit dem Jahr 2000 hat Kroatien endgültig den großen Einschnitt des Krieges überwunden und befindet sich in einem deutlichen Wachstum. Bereits im Jahr 2002 erreichte Kroatien ein starkes BIP-Wachstum von 5,2%.
In 2011 erreichte das BIP 14.529 € pro Kopf. Die wirtschaftliche Lage wird weiterhin belastet durch
- die Arbeitslosenquote 2010: 11,8% (2008: 12,4 % / 2007: 8,4 % / 2003: 14,0 %)
- verbreitete Illiquidität der Unternehmen
- mangelnde Rechtssicherheit (z.B. bei den Immobilien)
- eine defizitäre Sozialversicherung
- Produktivitätsrückstände
- einen hohen Anteil an staatlichen Betrieben
Die Regierung arbeitet intensiv an der Bewältigung der Probleme, da sie sich des Reformdruckes bewusst ist. Hierbei wird sie intensiv durch die EU und ihre Mitgliedsstaaten unterstützt. Dies erfolgt durch:
- Förderprogramme
- Beratungsleistungen
- Maßnahmen zur Förderung der Privatwirtschaft
- Kreditvergabe der Europäischen Investitionsbank
- Einseitige Zollbefreiungen für kroatische Exporte
(Grundlage: Interims-Handelsabkommen zum Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen)
- Die Inflationsrate verlangsamt sich zunehmend
Aktuell
- 2000 = 6,2 %
- 2001 = 4,9 %
- 2002 = 2,2 %
- 2003 = 2,2 %
- 2004 = 1,8 %
- 2005 = 2,5 %
- 2006 = 3,3 %
- 2007 = 3,4 %
- 2008 = 2,2 %
- 2009 = 2,38 %
- 2010 = 1,1 %
- 2011 = 2,1 %
- 2012 = 2,0% Prognose
Wirtschaftssektoren
Das Sozialprodukt berechnet sich 2003 aus:
- verarbeitende Industrie: 17,6%,
- Immobilienwirtschaft und –dienstleistungen: 8,6%,
- Handel: 8,6%,
- Verkehr, Transport und Kommunikation: 8,1%,
- öffentliche Verwaltung: 8,3%,
- Landwirtschaft, Jagd und Forsten: 7,2%,
- Gesundheit: 4,7%
- Ausbildung:4,3%.
Daraus alle zum Tourismussektor gehörenden Bereiche: 21%. In der verarbeitenden Industrie dominiert die Nahrungsmittelindustrie, gefolgt von der Erdölverarbeitung, der chemischen Industrie, der Herstellung von nichtmetallischen Mineralprodukten, der Herstellung von Metallprodukten, der Verlags- und Druckindustrie, der Textilindustrie sowie der Transportmittelherstellung.
Entwicklung des Tourismus
Der Tourismus ging in den 90er Jahren kriegsbedingt sehr stark zurück, hat sich aber seit 2000 wieder erholt. Mittlerweile haben die Zahlen die Vorkriegsjahre deutlich überholt! Tendenz steigend!
Anzahl der Touristen
1990: 8,5 Mio. 1991: 2,1 Mio. 1992: 1,9 Mio. 2002: 8,3 Mio. 2003: 8,9 Mio. 2004: 9,45 Mio. 2005: 9,75 Mio. 2006: 10,10 Mio. 2007: 10,55 Mio. (geschätzt)
Außenhandel
Die wichtigsten Handelspartner
- Italien,
- Deutschland,
- Österreich,
- Slowenien
Ca. 55% des Außenhandels wird mit den Staaten der Europäischen Union abgewickelt.
Wichtigste Exportgüter:
- Schiffe,
- Maschinenbauerzeugnisse,
- elektrische und elektronische Komponenten
- Textilien
Außenverschuldung
- 2002 = 15,4 Mrd. USD
- 2003 = 19,97 Mrd. USD
- 2004 = 22.675 Mill. €
- 2005 = 24.837 Mill. € (am 30.11.2005)
- 2006 = 28,97 Mill. €
- 2007 = 32.929 Mill. €
- 2008 = 39.125 Mill. €
- 2009 = 45.137 Mill. €
Devisenreserven der Kroatischen Nationalbank
(Hrvatska Narodna banka, HNB)
- Ende 2009 = 10,4 Milliarden €
Das Wirtschaftsdatenblatt Kroatien Stand: Dezember 2010 können Sie direkt beim Auswärtigen Amt abrufen. Es enthält ausführliche Zahlen und Statistiken Wirtschaftsdatenblatt Kroatien
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