Mišo Kovač
Mišo Kovač, geboren am 17. July 1941 in Tribunj
Biografie
Mišo Kovač wurde geboren, als die Region um Šibenik sich noch unter italienischer Besatzung befand. Er hat zwei Geschwister, eine Schwester und einen Bruder. Bereits 1959 gewinnt er auf einem Festival in Šibenik den ersten Preis - drei Schallplatten von Elvis Presley. Ein Auftritt bei einer Talentshow in Karlovac mit dem Song I Can't Stop Loving You von Ray Charles verändert sein Leben und er gibt seinen erlernten Beruf als Teppichmacher auf und wird Sänger. Nach Beendigung seines Wehrdienstes 1963 verläßt er seine dalmatinische Heimat und geht mit 1000 Dinar in der Tasche nach Zagreb. Er schlägt sich durch mit kleinen Auftritten, schläft in Klubs oder auch im Park, und nimmt seine Mahlzeiten oft in der Mensa der Universität ein. 1969 hat er seinen ersten Hit mit Više se nećes vratiti (Du kommst nicht mehr zurück), der sich mehr als 500.000 Mal verkauft. Im selben Jahr erfolgt nach vierjähriger Ehe die Scheidung von seiner Frau Ljubica. Er nimmt 1970 am Musik-Festival von Split teil und gewinnt es mit Proplakat će zora. Seine Lieder sind beeinflußt von der Volksmusik der dalmatinischen Küste und mit ihnen wird er zu einem der populärsten Künstler im früheren Jugoslawien. Das Lied Dalmacija u mom oku gilt bis heute als die inoffizielle Hymne Dalmatiens. Er führt unzählige Male die Charts an und verkauft seine Platten millionenfach. Im Jahr 1973 heiratet er Anita Baturina, eine Miss Jugoslavija, mit der einen Sohn und eine Tochter hat. Er pflegte einen aufwendigen Lebensstil mit teurer Kleidung und sein Schnauzbart sowie die langen schwarzen Haare werden sein Markenzeichen. Nach dem Ende Jugoslawiens fangen harte Zeiten für Mišo Kovač an, der bislang erfolgverwöhnte Superstar unterstützte bisher die Reformkommunisten von Ivica Račan und fürchtet nun, emigrieren zu müssen, sollte die HDZ mit Franjo Tuđman an der Spitze an die Regierung kommen. Aber nachdem Tuđman wirklich Staatschef geworden ist, emigriert Kovač dann doch nicht. 1991 tritt er zum ersten Mal im kroatischen Fernsehen auf, also während des Krieges, singt ein Lied über die Angriffe der Krajina-Serben auf die Stadt Šibenik und demonstriert so seine patriotische Haltung für Kroatien. Privat kommen jetzt schwere Zeiten für den Künstler. Sein Son Edi, der im Alter von 16 Jahren bereits Mitglied einer Spezialeinheit der Kroatischen Armee, der Škorpioni, wurde, kam 1992 in Zagreb unter mysteriösen Umständen ums Leben. Offiziell war es Selbstmord, aber der tief getroffene Mišo Kovać glaubt diese Version nie. Er ist der Meinung, daß es Mord war, und seine Suche nach der Wahrheit bringt ihn in Kontakt mit paramilitärischen Kroatischen Verteidigungskräften (Hrvatske Obrambene Snage, HOS), einer Organisation, die später in der kroatischen Armee aufgeht. Mit ihrer Abkürzung HOS und ihrem Auftreten erinnern sie an die ab 1944 gültige offizielle Bezeichnung der regulären Streitkräfte des Ustascha-Staates, Hrvatske Oružane Snage. Kovač unterstützt die Organisation, tritt auf deren Kundgebungen auf, trägt eine schwarze Uniform und nennt sich jetzt Mate Mišo Kovač. Seine psychische Gesundheit bleibt jedoch labil, Alkohol und Tabletten ruinierten ihn, und 1990 scheiterte auch seine langjährige Ehe. Er kündigt seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft an und gibt zahlreiche Abschiedskonzerte, das größte findet 1993 im Stadion von Split, dem Poljud statt. Bald jedoch beginnt er, wieder neue Alben aufzunehmen. Am 14. Januar 1999 versucht er, sich in seiner Zagreber Wohnung mit einer Pistole zu erschießen. Aber er ist nur schwer verletzt und es gelingt ihm, mit dem Mobiltelefon seinen Manager anzurufen, der sofort handelt und einen Krankenwagen zu ihm schickt. Dieses schnelle Handeln rettet Kovač das Leben. Nach einer kurzen Liebesbeziehung mit einer jungen Slowenin ist er heute in dritter Ehe mit seiner Lidija glücklich verheiratet. Unbestritten ist wohl, daß Mišo Kovač durch seine Erfolge in den siebziger und achtziger Jahren den Status einer Musiklegende hat. Er tritt immer noch bei Festivals und im Fernsehen auf. Am 19. April 2009 gab er in der ausverkauften Arena in Zagreb ein großes Konzert, bei dem auch seine Tochter Ivana Kovač auftrat, die Sängerin der Gruppe Magazin ist.
Diskografie
- Uvijek ima nešto dalje (1979)
- Čovjek bez adrese (1980)
- Dalmacija u mom oku (1982)
- Osjećam te (1983)
- Zajedno smo (1984)
- Potraži me u pjesmi (1983)
- Ostala si uvijek ista (1985)
- Malo mi je jedan život s tobom (1987)
- Grobovi mi nikad oprostiti neće (1991)
- Pjesma za Edija (1993)
- Mate Mišo Kovač (1994)
- Ti si pjesma moje duše (1994)
- Samo nas nebo rastavit može (1994)
- Mojoj vjernoj publici (1995)
- Osjećam se jači (1997)
- Budi čovjek dobre volje (1999)
- Pjevaj, legendo (1999)
- Rane godine 1964-69 (1999)
- Dalmatino (2001)
- Oj ti dušo duše moje (2003)
- Ja sam kovač svoje sreće (2006)
- The Platinum collection (2006)
- Live collection (2007)
Webtipps
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