Nin

Aus Kroatien Lexikon
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Fotogalerie für Nin

Lage von Nin

Zur Stadt Nin gehören folgende Dörfer:

Grbe, Ninski Stanovi, Poljica, Poljica-Brig, Vrsi, Zaton, Žerava.


Das Wappen auf einer Laterne

Das Wappen von Nin

Es wurde 2005 wieder offiziell eingeführt und zeigt Nin mit seinen wuchtigen Mauern, den trutzigen Türmen und der Brücke. Über der Stadt steht der sechzackige Stern. Entnommen wurde das Motiv einem Relief, das man im Zuge von Ausgrabungen gefunden hat.


Geschichte von Nin

Nin wurde von den illyrischen Liburnern gegründet, wovon noch zahlreiche Gräber zeugen. Im 4. Jahrhundert v.Chr. war die Stadt ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum. Zum Ende des 1. Jahrhunderts wurde Nin (damals Aenona) von den Römern zu einer befestigten Stadt ausgebaut, die den Status eines Munizipiums erhielt und einen Hafen sowie ein Forum, einen Aquädukt, ein Amphitheater und einen Tempel bekam, der der bisher größte in Kroatien entdeckte Tempel ist. Im 7. Jahrhundert n.Ch. zerstörten die Awaren das damalige Aenona, danach kamen kroatische Siedler hierher und bauten den Ort unter dem slawischen Namen Nin wieder auf. Der erste kroatische König hatte hier seinen Sitz und Nin war auch der erste kroatische Bischofssitz, was ihr große Bedeutung in der kroatischen Geschichte brachte. Um das Jahr 800 versuchten Missionare aus Franken, die Einwohner von Nin zum Christentum zu bekehren, ein Zeugnis davon ist das Višeslav-Taufbecken. Im 10. Jahrhundert führte von hier aus Bischof Gregorius (Grgur Ninski) seinen Kampf mit dem Klerus von Split aus, denn er wollte die slawischen Sprache im Gottesdienst beibehalten. Noch heute wird er dafür als Nationalheld verehrt. Im Jahr 1328 kam Nin unter die Herrschaft Venedigs. Im 15. und 16. Jahrhundert zerstörte man die Stadt vorsorglich, um sie den Türken nicht zu überlassen. 1699 wurde Nin wieder aufgebaut, es bekam aber nie wieder seine frühere Bedeutung.

Sehenswertes in Nin

Ein Zeugnis für die altkroatische sakrale Baukunst ist die Kirche Sveti Križ aus dem 9. Jahrhundert. Sie gilt als die "kleinste Kathedrale der Christenheit" und ist vollständig erhalten. Erbaut wurde sie von Godežav, dem damaligen Stadtverwalter. Sein Name steht über der Tür und ist eine der ältesten erhaltenen Inschriften aus dieser Epoche. Bis heute ist nicht vollständig geklärt, warum bei diesem Bau die Wände nicht gerade sind. Ein Maler aus Dubrovnik, Mladen Pejakovic, hat vielleicht die Lösung des Rätsels gefunden: Man hat möglicherweise das einfallende Sonnenlicht für die Berechnungen herangezogen. Das würde bedeuten, daß dieses Bauwerk sowohl eine Kirche, eine Uhr und ein Kalender war, denn die Größe der Fenster- und Türen und auch das gesamte Gebäude ist nach dem Einfall der Sonnenstrahlen ausgerichtet.

Neben der Kirche befindet sich das Fundament eines Tempels, den ursprünglich zahlreiche Statuen von römischen Kaisern zierten. Er zählt zu den größten dieser Art in Kroatien. Im archäologischen Museum in Zadar kann man sieben dieser Statuen, darunter die der Kaiser Augustus und Tiberius, finden.

Die Pfarrkirche Sv. Anzelmo (St. Anselmus) liegt an der Hauptstraße und stammt aus dem 18. Jahrhundert. An ihrer Stelle stand ursprünglich eine romanisch-gotische Kathedrale, von der nur noch die Seitenkapelle, einige Reliefs und das Nordportal erhalten sind. Neben der Kirche befindet sich ein romanischer Glockenturm, der im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Der heilige Anselmus, nach Überlieferungen einer der 70 Jünger Jesu, bekehrte in Gallien die Menschen zum Christentum, dann kam er nach Nin und wurde der erste Bischof in dieser Stadt. Die äußere Fassade zeigt heute noch die Reliefs der beiden Schutzpatrone von Nin: Anselmus und Ambrosious. Die Kirche von St. Ambrosious befindet sich im Norden von Nin und stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Auf dem Platz gegenüber der Kirche steht die imposante Bronzestatue von Bischof Gregorius, gefertigt von dem bedeutendsten Bildhauer Kroatiens: Ivan Meštrović.

Darüber hinaus findet man noch vorchristliche Hockergräber aus liburnischer Zeit mit zahlreichen Grabbeigaben.

In der Stadt selbst gibt es ein kleines Archäologisches Museum, das in drei kleinen Räumen Exponate zeigt. Hier findet man auch ein Modell der Tempelanlage. Die wichtigsten Fundstücke befinden sich allerdings in den Museen von Zadar, Split und Zagreb, darunter das Taufbecken von Fürst Vešeslav aus dem Jahr 800, allerdings besitzt das Museum in Nin eine Kopie davon.

Etwas außerhalb von Nin an der Straße nach Zadar steht die kleine Wehrkirche Sv. Nikola auf einem Hügel, umflankt von zwei Pinien. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und hat einen dreiblätterigen Grundriß. In der Zeit der Kämpfe gegen die Türken erhielt sie einen Wachturm mit Zinnen und so gleicht sie einer kleinen Festung.



  • Sv.Križ - die kleinste Kathedrale der Welt

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