Pula
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Lage von Pula
Zur Stadt Pula gehört auch die Ortschaft Štinjan.
Geschichte von Pula
Aus Meyers Konversations-Lexikon von 1889
Pola, Stadt im österreich. Kronland Istrien, an der südlichen Spitze der Istrischen Halbinsel gelegen, mit einem sehr geräumigen und vortrefflichen Hafen, Seefestung ersten Ranges, Kriegshafen und Zentralpunkt der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine, Endstation der Eisenbahn Divazza-P., durch welche es mit Triest und dem Binnenland in Verbindung steht. P. ist durch seine Lage zum Kriegshafen geschaffen. Es ist die vorgeschobenste Warte an der keilförmig ins Meer ragenden Halbinsel Istrien, sein Hafen ist vor Versandung geschützt, hat eine für die schwersten Schiffe ausreichende Tiefe und einen Flächenraum von 8,6 qkm. Vor der Hafeneinfahrt liegen die Brionischen Inseln, mit dem Festland den breiten Kanal von Fasana bildend, welcher als Außenhafen für die Aufstellung der Flotte dient. Der eigentliche Hafen zieht sich in einer Ausdehnung von 5½ km zuerst nach SO., dann nach NO. und ist durch drei quer vorliegende Inseln in ein äußeres und ein inneres Becken geteilt, von denen das letztere ebenfalls eine Insel (Scoglio degli Olivi) enthält. Gegenüber dieser Insel erhebt sich am südlichen Ufer die alte Stadt um den Fuß eines Hügels, der unter den Römern das Kapitol trug und jetzt mit einem Kastell aus dem 17. Jahrh. gekront ist. Ringsherum gruppieren sich die übrigen neuangelegten Stadtteile. Südwestlich erstreckt sich das Ufer entlang das große Seearsenal, welches aus einem weitläufigen Komplex von Werkstätten und Magazinen besteht und durchschnittlich 2400 Arbeiter beschäftigt. Hierzu gehört auch die erwähnte Oliveninsel mit 2 Trockendocks, einem Balancedock, 2 Stapeln etc. Hinter dem Arsenal befindet sich der seit 1860 angelegte Stadtteil San Policarpo mit Marinekasernen, einem großen Spital und schönen, der Marine gehörigen Wohnhäusern, welche um einen freundlichen Park mit dem Denkmal des Erzherzogs Maximilian (ehemals Marinekommandant) gruppiert sind. Zwischen der Stadt und San Policarpo liegt der mit Häusern bedeckte Monte Zaro, welcher das hydrographische Amt mit Sternwarte etc. enthält. Vor letzterm Gebäude steht in einem neuangelegten Park das Monument des Admirals Tegetthoff von Kundmann. Das nördliche Ufer des Hafens entlang liegen die Artillerielaboratorien und Pulvermagazine, am nordöstliche Ufer der Bahnhof. Der Raum zwischen der Oliveninsel, dem Bahnhof und der Stadt ist für die Handelsschiffe reserviert. Die dominierenden Hügel um den Hafen herum sind mit starken Forts besetzt. Die eigentliche Stadt besitzt an bemerkenswerten Bauten: einen Dom, im 15. Jahrh. auf den Resten eines altchristlichen Tempels erbaut, das Stabsgebäude, das Stadthaus, das Theater, das Marinekasino, die neuen Schulgebäude und Kasernen. Bedeutend sind die Denkmäler aus der Glanzperiode Polas unter den Römern. Die Porta aurea, früher ein Stadtthor (Porta Minervae) schmückend, jetzt frei stehend, ist ein prachtvoller, von der einheimischen Familie der Sergier errichteter Triumphbogen, mit Basreliefs, zwei Viktorien und korinthischen Säulen geziert. Um die Nordostseite des kapitolinischen Hügels herum gelangt man zur Porta Ercole (Herculea) und zum eigentlichen Hauptthor, der Porta gemina (Jovia). Am Nordostende der Stadt befand sich das Nymphaeum, das einer reichen Quelle (Karolinenquelle) zur Zierde diente, und an dessen Stelle ein Pumpwerk für die gegenwärtige Wasserversorgung errichtet wurde. Das großartige Werk ist aber das berühmte Amphitheater, oval, 137,4 m lang, 110,5 m breit und 24 m hoch, in zwei Ordnungen je 72 Bogen enthaltend, von denen jedoch in der untern Reihe 32 zum Teil oder ganz wegfallen, da sich das Gebäude im O. an einen Hügel lehnt. Das Amphitheater wurde aus dem schönen weißen Kalkstein der römischen Steinbrüche erbaut, doch steht gegenwärtig nur die äußere Umfassung noch aufrecht. Es war auch zur Aufführung von Naumachien eingerichtet. Am großen Platz, dem alten Forum, befinden sich Reste zweier kleiner, gleichgeformter Tempel von edler Bauart. Der eine, mit der Aufschrift: "Romae et Augusto", ist ziemlich vollständig erhalten; seine Vorhalle stützt sich auf sechs korinthische Säulen. Er dient zur Aufbewahrung der hier gefundenen Inschriften etc. Vom andern (der Diana gewidmeten) Tempel, der später dem Munizipalgebäude einverleibt wurde, ist nur noch die Rückseite erhalten. Die Einwohnerzahl von P. betrug zu Ende des 18. Jahrh. kaum 600, 1857 etwa 5000 und 1880 mit Einschluß des Militärs (7700 Mann) 27,173 Personen. Die Erzeugnisse des Bodens und der Industrie reichen nicht einmal für den Lokalbedarf aus, weshalb ein starker Import, namentlich in Mehl, Wein, Bier, Eßwaren, Holz und Kohle, Steinen, Erden und Ziegeln, stattfindet. Ausgeführt werden nur: Brennholz, Fische, Quarzsand (zur Glasfabrikation in Venedig) und Bausteine. 1886 sind im Hafen von P. 1796 beladene Schiffe mit 265,156 Ton. ein- und 1264 Schiffe mit 247,963 T. ausgelaufen. Der Import betrug in jenem Jahr 428,929, der Export 182,216 metr. Ztr., wozu aber noch der Eisenbahnverkehr mit einem Import von 320,000 und einem Export von 26,000 metr. Ztr. kommt. P. ist Sitz eines Festungskommandos, eines Hafenadmiralats, einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts, Hauptzollamtes, Hafenkapitanats, Domkapitels und zeitweilig des Bischofs von Parenzo-P. und besitzt an Unterrichts- und Humanitätsanstalten: eine von der Marineverwaltung unterhaltene deutsche Volks- und Unterrealschule, eine Mädchenbürgerschule, ferner 4 italienische Volksschulen und 2 Kindergärten, 3 Spar- und Vorschußvereine, ein Marine- und ein Zivilhospital. P. ist mit einer Wasserleitung und mit Gasbeleuchtung versehen. - Die Stadt, der Sage nach von Kolchiern, welche Iason verfolgten, 1350 v. Chr. gegründet, hieß auch im Altertum P. und lag am Polaticum promontorium (jetzt Punta di Promontorio) und dem Polaticus sinus an der Mündung der Arsia. Die Römer eroberten die Stadt 178 v. Chr. und beschenkten die Einwohner mit dem Bürgerrecht. Augustus ließ die Stadt, weil sie im Bürgerkrieg die Partei des Pompejus ergriff, zerstören, stellte sie aber auf die Bitten seiner Tochter Julia wieder her, gab ihr den Namen Julia Pietas, machte sie zur Hauptstadt von Istrien und bevölkerte sie mit römischen Kolonisten. Die Polenser errichteten deshalb den oben beschriebenen Tempel des Augustus. Besonders begünstigt wurde P. vom Kaiser Septimius Severus, der früher Statthalter von Illyrien gewesen. Zu seiner Zeit führte P. den stolzen Namen einer Respublica Polensis und erreichte damals seine höchste Blüte. Im Mittelalter bis 1300 Vorort Istriens und als ehemalige Römer-, dann mittelalterliche Bischofstadt im Besitz eines bedeutenden Territoriums, einer Contea (Grafschaft), wurde es 1148 von den Venezianern, 1192 von den Pisanern und dann wieder von den Venezianern erobert. Infolge einer Empörung wurde die Stadt 1267 abermals verwüstet. 1379 erfochten die Genuesen bei P. einen Seesieg über die Venezianer und zerstörten die Stadt vollständig. Mit Istrien kam sie 1797 an Österreich. Vgl. Stancovich, Dell' anfiteatro di P. (Vened. 1822); Gareis, P. und seine Umgebung (Triest 1877); "P., seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" (Wien 1886).
Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von meyers-konversationslexikon und Meyers Lexikon online
(Siehe auch: kroatische Geschichte)
Sehenswertes in Pula
Amphitheater
Das Amphitheater stammt aus dem ersten Jahrundert nach Christi und konnte 23.000 Zuschauer fassen. Es hat einen Durchmesser von 132 x 105 m und die noch erhaltene Außenmauer eine Höhe von 32,5 m. Die Vorstellungen wurden in einer zentralen Arena gezeigt, die im Durchmesser 68 x 42 m maß und durch unterirdische Gänge zu erreichen war.
Triumphbogen der Sergier
Im Südostabschnitt der Wehrmauer, wo sich einst das Stadttor befand, wurde in frühaugusteischer Zeit ein Triumphbogen zum Gedenken dreier Brüder aus dem Geschlecht der Sergier errichtet. Dank seiner architektonischen Perfektion und seiner üppigen Reliefverzierungen gehört er zu den wertvollsten Bauwerken römischer Architektur.
Tempel des Augustus
Im antiken Forum wurde dieser Tempel zu Ehren von Kaiser Augustus und der Göttin Roma errichtet.
Doppeltor
Im noch erhaltenen östlichen Teil der Stadtmauer befindet sich ein spätantikes Doppeltor.
Ausflüge in die Umgebung
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Anreisetipps nach Pula
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Campingplätze in Pula
Veranstaltungen in Pula
Baden in Pula
Medizinische Versorgung / Apotheken in Pula
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- 52100 Pula
- Zagrebačka 30
- Tel.00385 52 376 500
- mail: ziva.bizjak@pu.tel.hr
Tierarzt in Pula
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- Notfälle: 0:00 Uhr bis 24:00 Uhr
- TEL: 00385 98 9811 666
Dienstleistungen in Pula
Polizei
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- Tel.: (052) 532 111
Reisebüro wo man Karten für Fähren kaufen kann
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- Tel.: 052-210431, Fax: 052-211799
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Autovermietungen in Pula
SIXT-Autovermietung, Standort Pula Airport, Valturska Polje, Tel. +385/52/530 218
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HERTZ - Autovermietung, Hotel Histria, Verudela, Tel. +385/52/210 868
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MANUEL, Giardini 10, Tel. +385/52/211 255
Internet in Pula
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CYBER CAFFE, Flanatička 14
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KLUB MLADIH, Kandlerova 10
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Geschäfte in Pula
Lebensmittelgeschäfte in Pula
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ECO OPTICS d.o.o, Marulićeva 12, 52100 Pula, Tel: (052) 21 19 11
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GHETALDUS OČNA OPTIKA d.d. PULA, Giardini 15, 52100 Pula, Tel: (052) 22 34 58
Bekleidungsgeschäfte in Pula
Autohändler und Service in Pula
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Freizeittipps für Pula
Aquarium Pula
Anschrift: Fort Verudella, Verudela b.b, 52100 Pula, Tel: +385 (0)52381402, Webseite des Aquariums Pula
Öffnungszeiten:
Sommer: 9:00 - 21:00 Uhr
Winter: 11:00 bis 17:00 Uhr
Museen und Galerien in Pula
Archeologisches Museum, Carrarina ulica 3, 52100 Pula
City Art Collection of Pula, Matka Laginje 5, 52100 Pula, Tel.: 052/222-662
Museum für istrianische Geschichte, Gradinski uspon 6, 52100 Pula, Tel.: 052/211-566, 211-740
Wassersport in Pula
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