Dalmatika
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Dalmatikaaus Dalmatien stammendes langes, weißes Oberkleid mit Ärmeln, der römischen Tunika ähnlich, ward in Purpur von den alten Kaisern getragen und vom Papst Silvester I. (um 320) als Amtskleid der Diakonen (daher auch diaconale genannt) eingeführt; ein seidener Überwurf mit kurzen Ärmeln, früher ganz geschlossen, so daß er über den Kopf angezogen wurde; jetzt an den Seiten mit einem tiefen Einschnitt (s. Figur). Die Farbe richtet sich nach den Vorschriften der Liturgie für die verschiedenen Fest- und Sonntage und nach den Verrichtungen an denselben. Eine ganz ähnliche weiße D. gehörte früher zu den Pontifikalgewändern des Bischofs und eine von dunklem violetten Seidenstoff zum Krönungsornat der deutschen Kaiser, z. B. die berühmte Kaiserdalmatika in der Sakristei der Peterskirche zu Rom.
(Meyers Konversations-Lexikons vierte Auflage, Band 4 von 1886)
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