Der Wallfahrtsort Marija Bistrica

Aus Kroatien Lexikon
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Fotogalerie für den Wallfahrtsort Marija Bistrica

Lage vom Wallfahrtsort Marija Bistrica

Der Ort Marija Bistrica liegt etwa 32 km nordöstlich von Zagreb. Marija Bistrica zählt 1057 Einwohner und liegt 191 m ü.d.M.

Anreisetipps zum Wallfahrtsort Marija Bistrica

Geschichte vom Wallfahrtsort Marija Bistrica

Der Ort Marija Bistrica wurde bereits im Jahre 1209 erstmalig erwähnt. Hier befindet sich der größte Wallfahrtsort Kroatiens, dieser wurde im Jahre 1971 offiziell zum nationalen Wallfahrtsort erklärt. Der bekannte Wallfahrtsort blickt auf eine lange Tradition zurück. Das Hauptziel der Pilger ist die Marienkirche (14. Jh.) mit der wundertätigen Bildsäule der Muttergottes von Bistrica (16. Jh.).

Im 15. Jahrhundert begann die Marienverehrung, zu dieser Zeit wurde die Gestalt der schwarzen Muttergottes aufgrund ihrer Wundertätigkeit bekannt. Vor dem Ansturm der Osmanen wurde sie damals zweimal in die Kirchenwand eingemauert. Im Jahre 1684 wurde sie wieder entdeckt und seitdem entwickelte sich die Marienverehrung, dank des Zagreber Bischofs Martin Borkovic, sehr stark. In den Jahren 1878–83 hat der Architekt Hermann Bollé die Wallfahrtskirche der hl. Maria von Bistrica (1334 als Pfarrkirche St. Petrus erwähnt) umgestaltet. Der Architekt verband Bauformen der Gotik und des Barock, der florentinischen und der deutschen Renaissance. Heute umfasst dieser Wallfahrtsort eine offiziell von Papst Pius XI. ernannte Basilika mit einem Votivaltar, sowie eine große unvollendete "Kirche im Freien" und eine unvollendete Mauer der "Hoffnung" ("ufanja i nade"). Zudem einen einzigartigen Kreuzweg mit Stationen, welcher das kunstvolle Werk von kroatischen Bildhauern aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist.

Wissenswertes über den Wallfahrtsort Marija Bistrica

Im Inneren der Kirche sieht man die geschnitzte gotische Votivsäule Maria mit dem Jesuskind, die Muttergottes ist hier auf dem Mond stehend dargestellt, welcher die Form eines menschlichen Kopfes hat. Ferner sieht man auch viele Goldschmiedearbeiten (z.B. Messgeschirr, Votivgegenstände aus der Zeit des 17.–19. Jh.), darunter auch Arbeiten des Zagreber Goldschmieds V. Lehmann.

Unweit des Ortes liegt, von einem Park umgeben, das eingeschossige klassizistische Landschloss Marija Bistrica (1786). Am Friedhof kann man eine hohe Barocksäule des Erzengels Gabriel bewundern. Papst Johannes Paul II. besuchte am 3. Oktober 1998 die Wallfahrtskirche. Die zahlreichen Pilger, ca. 600.000 pro Jahr, kommen traditionell meist zu Fuß. Der Wallfahrtsort ist für Pilger vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst geöffnet.

Webtipps über den Wallfahrtsort Marija Bistrica

Bericht zum Wallfahrtsort im Kroatien-Tipps-Forum

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