Drehort: Plitvicer Seen

Aus Kroatien Lexikon
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Der National-Park „Plitvicer-Seen“

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Eingebettet in das Dinarische Gebirge, ist dieser Nationalpark einer der letzten Urwälder Europas.

Vor uns fällt der Blick über ein funkelndes Juwel, das im Jahre 1949 zum Nationalpark erklärt wurde, und Dank seiner einmaligen Entstehung und Schönheit in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbe eingetragen wurde. Über 7 km erstrecken sich 16 größere und kleinere Seen, die durch unzählige Wasserfälle, Kaskaden, Stromschnellen und Katarakte miteinander verbunden sind. Diese Landschaft ist ständig in Bewegung; der Mensch greift hier nicht ein. Hier dürfen alte Bäume liegen bleiben. Wir erlebten sogar, dass ein Wandersteg aus dem Grund verlegt wurde, die Natur nicht zu stören. Wo dies nicht möglich ist, wird dann nur das Stück aus dem Baumstamm entfernt, welches den Weg versperrt.

Kilometerlange Wanderwege und Holzstege führen den Besucher entlang der Seen, Katarakte und Wasserfälle und vermitteln ein eindrucksvolles Bild der Schönheit dieser Naturlandschaft, die sich ständig verändert. Hinter jeder Biegung, hinter jedem Baum, findet man etwas Neues. Es ist ein auf der Welt „einzigartiges Naturwunder“. Hier werden Bäume zu Wasser und Wasser zu Stein. Die Seen, die von zahleichen Flüssen, Wasserläufen und reißenden Bächen gespeist werden, wobei diese auf ihrem Wege durch die Gesteinsarten und verschiedenen Böden den darin abgelagerten Kalk lösen und mit sich führen, lagern diesen dann wieder an den Pflanzen, Moosen und abgestorbenen Bäumen ab. Es entsteht „Travertin“ und somit auf Dauer eine neue Barriere, ein neuer Wasserfall oder das Wasser sucht sich einen anderen Weg. Nicht nur diese Landschaft ist einmalig – auch die Tierwelt. Hier trifft man auf Wölfe, Wildkatzen, Luchse, seltene Vogelarten und Insekten, die Anderenorts schon längst ausgestorben sind oder als ausgestorben gelten. Diese Tierwelt war es dann auch, die den Menschen über Jahrtausende davon abgehalten hat, diesen letzten Urwald Europas zu betreten. „Lika“ – Wolfsland, wurde es genannt, und dieser Name wird ihm heute wieder gerecht. Zählt der Nationalpark doch wieder den größten Bestand an wildlebenden Wölfen.

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Neben den schon genannten Tierarten trifft man hier aber auch auf das Wappentier der Lika, den Braunbär, und es ist daher höchst ratsam, die Stege und Wege nicht zu verlassen. Das zwar menschenscheue Tier ist die vielen Besucher sicher schon gewohnt, kann sich aber angegriffen fühlen, und wird dann sehr gefährlich. An Parkplätzen und Eingängen wird mit Schrifttafeln und Schildern hiervor gewarnt.

Mit den Karl-May-Filmen, deren erster in über 60 Länder exportiert wurde, wurden auch die Plitvicer-Seen, die zwar schon sehr bekannt waren, in aller Welt noch bekannter und beliebter.

Seither strömen aus aller Welt die Touristen Tag für Tag in Massen durch den Park und erfreuen sich am Anblick dieses Naturwunders. Aufgefallen ist mir (uns), dass es kaum oder nur wenige Spuren gibt, wie sie Besucher und Touristen sonst hinterlassen. Kein Müll oder Unrat war bei unserem Besuch 2005 zu sehen oder zu finden; was auch die Ehrfurcht und vor allem die Achtung vor der Natur- und Tierwelt zum Ausdruck bringt!

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Es ist beim Anblick der Seen, Wasserfälle und Katarakte verständlich, warum das Drehteam um Horst Wendlandt und Harald Reinl im Jahre 1962 hierher kam, um für den ersten Karl-May-Film "Der Schatz im Silbersee" die Schlüsselszenen zu drehen, und dass sie immer wieder zurückkehrten und die Schönheit des Nationalparks als Hintergrund-Motiv in den Karl-May-Filmen verwendeten. Die Seen sind ein „Muss“ für jeden Kroatien-Urlauber, besonders aber für diejenigen, die die Drehorte und die Karl-May-Filme zu ihrem Hobby gemacht haben, sie lieben und immer wieder ihrer Schönheit wegen aufsuchten, sich ihrer erfreuen und dabei auf Drehort-Suche gehen. Nach Betreten des Parks führt der Weg zum einem Vorplatz mit Aussichtspunkt und den Hinweis- und Wegetafeln. Von hier hat man einen ersten Überblick über einen Teil der „Unteren Seen“ und es fällt der Blick auf den größten Wasserfall innerhalb des NP Plitvicer Seen, „VELIKI SLAP“, und auf die Wasser-Mühle, die von einem Zufluss, „Plitvica potok“, die Wasserkraft nutzt.

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Unterhalb von ihm wurden die Szenen aus Winnetou 3. Teil gedreht, in denen Winnetou auf Rollins schießt, Winnetou auf Iltschi reitet sowie ein Teil vom Anfang im Film Winnetou 2. Teil.

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Wenn die Sonne auf den Wasserfall fällt, entsteht in seiner Gicht ein stetiger Regenbogen mit einer Fülle an buntschimmernden Farben, die auch im Film Winnetou 3. Teil zu sehen sind.

Nach dem Abstieg in den Park endet der schmale Weg am ersten Holzsteg, der am Überlauf des Kaluderovac-Sees entlang einer Kaskade auf die gegenüberliegende See-Seite führt. Nach einigen Metern auf dem Wandersteg, sehen wir links den Silbersee (KALUDEROVAC-See) mit der Schatzhöhle, die von der Mitte des Steges noch besser zu sehen ist. Darunter die „Velike kaskade“

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Am Ende des Steges gehts rechts zum großen Wasserfall und zum Aufstieg auf einen der vielen Aussichtspunkte. Der Aufstieg führt über Stufen und Wege und endet vor der Wasser-Mühle. Hinter dieser gelangt man durch ein Waldstück zu einem weiteren Aussichtspunkt. Hier hat man dann einen herrlichen Überblick über die Unteren Seen. Der Besucher sollte hier darauf achten, wo er seine Füße hinsetzt. Es kriechen besonders viele Eidechsen und Salamander über die Stege und Stufen. Am Fuße des „VELIKI SLAP“ befindet sich neben dem Holzsteg ein Aussichtspunkt, „Sastavci“, von dem man den weiteren Verlauf der „Korona“ mit weiteren kleineren Wasserfällen und -stürzen einsehen kann. An mehreren kleineren Wasserfällen im unteren Verlauf der Korana (Donja jezera - heute nicht mehr zu begehen, da hier die Wege und Stege fehlen) wurden Szenen für die Filme: Der Schatz im Silbersee und Winnetou 3. Teil gedreht. Lord Castlepool bekommt seinen Schmetterling (SiSS) (Donja jezera) Das Nachtlager von Rollins (Win 3) Den Hintergrund in der Szene bildet der Wasserfall am „Sastavci“ – Donja jezera Rollins - Bande sucht Winnetou (Winnetous Verfolgung - Win 3) Winnetou mit Baumstamm und Rollins – Bande (Win 3)

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Um zum „Schlüssel-Drehort“ im Film Der Schatz im Silbersee, der Grotte, die als Schatzhöhle diente, zu gelangen, verlassen wir den Holzsteg und folgen dem festen Wanderweg am rechten Ufer des „KALUDEROCAC – See“ in Richtung der „Velike kaskade“. Die Grotte ist immer in linker Blickrichtung und zieht den Besucher förmlich an. Sie verleitet fast, einen weiteren wichtigen Drehort zu übersehen. Diese Einstellung diente auch zur Überfahrt Brinkleys zur Schatzhöhle auf einem Floss.

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Bei der Schatzhöhle handelt es sich nicht um eine Höhle im eigentlichen Sinn, sondern um eine vom Wasser aus dem Gestein gespülte Vertiefung. Eine kleine, kaum 15 Meter umfassende Grotte.

Unmittelbar neben dem Aufgang zur Grotte führen die Stufen hinauf durch eine Felsspalte. Diese diente als Abstieg für die Tramps um Brinkley in Der Schatz im Silbersee

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Steigt man die Stufen der Felsspalte bis zum oberen Weg hoch und geht dann auf dem erreichten Wanderweg einige Schritte nach links, befindet man sich an der Stelle, wo „Brinkley“ im Film Der Schatz im Silbersee mit den Geiseln Ellen und Fred ankommt und von den Pferden steigt und über den See blickt.

Diese Drehorte sind kaum verändert und somit auch von bestem Wiedererkennungswert.


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Filme:

Der Schatz im Silbersee

Winnetou 2.Teil

Winnetou 3.Teil

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