Vukovar
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Allgemeines zu Vukovar
Während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991-1995 war die Region um Vukovar die am meisten umkämpfte Region in Kroatien.
Vukovar wurde fast vollständig zerstört bei der serbischen Belagerung und der „Schlacht um Vukovar“.
Lage von Vukovar
Die Stadt liegt auf 108 m ü.M. an der Mündung des Flusses Vuka in die Donau. Der Name kommt wahrscheinlich vom kleinen Flüsschen Vuka, welches bei Vukovar in die Donau mündet.
Vukovar befindet sich am rechten (westlichen) Donauufer (Dunav) und liegt damit an der Grenze zu Serbien.
Das Gebiet um Vukovar nennt sich Ostslawonien / Syrmien.
Vukovar liegt ca. 19 km östlich von Vinkovci und 36 km südöstlich von Osijek.
Zagreb ist in westlicher Richtung etwa 225 km Luftlinie entfernt.
Geschichte von Vukovar
Die Geschichte der Stadt ähnelt der des nahen Osijek.
Im 10. Jhd. wurde beim heutigen Vukovar eine Festung namens Vukovo erbaut.
Der heutige Stadtname kam jedoch erst im 14. Jhd. auf.
Vukovar kam unter türkische Kontrolle.
1687 kam die Region unter die Kontrolle der Habsburger und es siedelten sich nun vor allem Serben und Kroaten in dieser Region an.
Nach 1918 war Vukovar und seine Umgebung Teil Jugoslawiens und entwickelte sich vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Industriezentrum.
Nach der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens entluden sich enorme Spannungen zwischen Serben und Kroaten in und um Vukovar.
Während der serbischen Angriffe auf Kroatien vom 1.8.1991 bis 19.11.1991 wurde die Stadt von der JNA (Jugoslawische Volksarmee) belagert und beschossen.
Es wurden Massengräber entdeckt (Oveara)
Schließlich gelang es der JNA, die Stadt einzunehmen. Dem Kriegsverbrechertribunal zufolge wurden etliche Einwohner anschließend ermordet.
Vukovar blieb anschließend, wie auch das Umland, unter serbischer Kontrolle. 1995 wurde das Gebiet unter UNO-Verwaltung gestellt.
Seit 1995 läuft unter der Schirmherrschaft der UNESCO das Projekt der Restaurierung des Kulturerbes von Vukovar.
Nach der Wiederherstellung der kroatischen Staatsgewalt in Vukovar (15.1.1998 – durch friedliche Reintegration) verabschiedete die kroatische Regierung ein Programm für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Stadt Vukovar.
Sehenswertes in Vukovar
Die Stadt breitet sich entlang der Donau aus und wird durch den Fluß Vuka in zwei Teile geteilt.
Man unterscheidet zwischen Alt-Vukovar und Neu-Vukovar. Das alte und das neue Vukovar waren früher durch eine spätbarocke Bogenbrücke über den Fluß Vuka (Jozefus Ruhigger, 1787; abgerissen 1932) verbunden.
Neu-Vukovar:
- Im Norden der Stadt befindet sich unter anderem das Industriegebiet, zu dem früher ein Landschaftspark mit exotischen Pflanzen gehörte (nach 1945 zerstört).
Das Industriegebiet wurde allerdings durch den jüngsten Krieg fast vollständig zerstört.
- Das Schloss derer von Eltz
Der Graf von Eltz errichtete hier zu Anfang des 18. Jhd. ein prächtiges zweigeschossiges Schloss nahe dem Zusammenfluss von Vuka und Donau.
Erweitert wurde das Schloss in den Jahren 1781, 1811 und 1824.
Das Schloss wurde während des Krieges 1991 komplett zerstört. Es blieben nur noch zerlöcherte Außenwände stehen.
Alt-Vukovar:
- Das zweistöckige Franziskanerkloster aus dem Jahr 1688 mit der Pfarrkirche der Hl. Philip und Jakob.
Die Franziskanerkirche St. Philip und Jakob war ursprünglich einschiffig (erbaut 1723–33), sie wurde durch Seitenkapellen, einen neuen Altarraum und eine Sakristei erweitert.
Das Kloster besaß ein reiches Kunstinventar. Das Franziskanerkloster wurde im Jahr 2000 wieder hergerichtet.
Mitten in dieser Anlage befindet sich der von Arkaden umgebene Kreuzgang aus den Jahren 1723–36.
- Die orthodoxe Pfarrkirche St. Nikolaus (1733–37; Umbau 1755 und 1763),
welche wohl 30 Ikonen birgt.
- Die bürgerlichen Häuser mit den massiven Bogengängen und Läden im Erdgeschoss (um 1750–90 entstanden).
- Den dreieckigen Barockplatz säumten ursprünglich 13 Bürgerhäuser mit Arkaden.
- Auf dem oberen, etwas größeren, Platz steht das älteste Haus der Stadt, das Haus Poia-Airia, ein barockes einstöckiges Gebäude mit einem herzförmigen Giebel.
- Vukovar hatte auch archäologischen Fundstätten, die von der Frühzeit bis zum Mittelalter reichten.
Leider wurden diese, wie auch:
- das Schloß Eltz
- das Palais der Gespanschaft Sirmien
- das Arbeiterheim
- die Kirche St. Philipp und Jakob mit dem Franziskanerkloster
- die Rochuskirche
- die Nikolauskirche
- die Kapelle mit Krypta der Familie Paunovia
- das alte Gemeindehaus
zerstört.
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Museen und Galerien
- City Museum of Vukovar
- Dvorac Eltz, Zupanijska 2
- 32000 Vukovar
- Tel.: 032/441-270
- Croatian Ethnographic Collection of Russia and Ukrania
- Savez Rusina i Ukrajinaca RH,
- Ulica Vijeæa Europe 93
- 32000 Vukovar
- Tel.: 032/428-342
